"Südtiroler Öko-Pioniere" - Der Drumlerhof im Spiegel Online

"Schweine bestehen nun mal nicht nur aus Filet"

(....) "Ein Punktesystem für das Gemeinwohl. Zum Beispiel am Drumlerhof in Sand in Taufers. Der sieht mit Wintergarten und hölzernen Stuben nicht anders aus als viele andere Hotelrestaurants in der Gegend. Aber Brot und Käse kommen aus dem Tal, viel sogar vom eigenen Hof. Und wenn es Fleisch gibt, dann wird das ganze Tier verwertet. "Schweine bestehen nun mal nicht nur aus Filet", sagt Besitzer Stefan Fauster. Deshalb bereitet der Koch des Drumlerhofs aus den weniger edlen Teilen Suppenfleisch und Maultaschenfüllung zu. Den Gästen gefällts.Dass dieses Vorgehen auch der Umwelt und der Gesellschaft nutzt, dessen versichert sich der Drumlerhof regelmäßig schwarz auf weiß. Das Hotel hat sich der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) des Wiener Ökonomen Christian Felber angeschlossen. Dabei wird Erfolg nicht nur in Euro und Cent, sondern auch im Nutzen für alle Beteiligten gemessen. Die jährliche Gemeinwohlbilanz wertet in einem Punktesystem auch das Engagement für Werte wie Menschenwürde, ökologische Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit.Dieses künftig von der EU empfohlene System nutzen auch das Hotel La Perla und viele andere: 70 Unternehmen sind es in Südtirol bereits. Viele wurden motiviert vom Terra-Institut in Brixen und seinem Gründer Günther Reifer. Der sieht gerade erfolgreiche Feriendestinationen wie Südtirol in der Pflicht. Sonst wenden sich die Gäste womöglich bald nachhaltigeren Urlaubsregionen zu: "Jeder Euro ist ein Stimmzettel."" (...) (c) Hans-Werner Rodrian/srt/abl. Quelle: spiegel.de
 
 
 
04.05.2016
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