Da haben wir den Salat und das Gemüse, die Kräuter und die Blumen her.

Oma Rosa kennt ihren Garten wie ihre Schurztasche. Und von ihm erzählt sie uns hier.

Um 5.30 Uhr, in aller Herrgottsfrühe also, läutet bei mir zwar kein Wecker, aber pünktlich wie jeden Tag wache ich dann auf. Es beginnt ein neuer Tag, an dem wieder viel zu tun ist. Vor allem im Garten. Schließlich ist Sommer. Da wollen Salat, Gemüse, Kräuter und Blumen gegossen, gepflegt und geerntet werden. Und das Unkraut gejätet. Seit Jahrzehnten ist mein Garten meine Arbeit und mein Hobby – mein Reich. Dort fühle ich mich am wohlsten, dort spüre ich keine Rückenschmerzen wie sonst, weil die Pflanzen um mich herum mir einfach gut tun und mir niemand dreinredet. Es freut mich dann immer, wenn ich höre, dass die Gäste im Drumlerhof, wohin mein Sohn die Sachen aus dem Garten bringt, mein Gemüse loben und es gerne essen. Die Köche dort verstehen es aber auch wunderbar, es in der richtigen Manier zuzubereiten. Nur bei meinem Salat bin ich etwas heikel. Den machen die Leute heutzutage mit allen möglichen Dressings, wie man das heute nennt, an und verschandeln so den guten, echten Geschmack. Probieren Sie es doch einfach mit nur etwas Salz, Öl und Zitrone! Da werden Sie schauen!
 
 
 
08.10.2015
Oma Rosa